Auch wenn 2025 „nur“ einen Wahlkampf für uns zu bieten hatte, war es nicht ereignisärmer als die Vorjahre.
Wir starteten mit dem Bundestagswahlkampf für Nadja Sthamer und Olaf Scholz, der für den Bundeskanzler und unsere Direktkandidatin kein Happy End fand.


Anfang April beteiligten wir uns wieder am jährlichen Leipziger Frühjahrsputz. Dieses Mal nahmen wir uns die Parkallee vor und befreiten den Grünstreifen von Lützner Straße bis S-Bahn-Trasse von allerlei lieblos weggeworfenen Müll. Im Anschluss gab es wieder einen kleinen Imbiss für die Teilnehmenden.

Nachdem wir als Gäste im Vorlauf des Stadtparteitags Kandidierende für den Stadtvorstand bei uns zu Besuch hatten, konnten wir Ende April den Branddirektor der Stadt Leipzig, Axel Schuh, sowie Vertreter der Feuerwache Grünau zu unserer Versammlung begrüßen. Mit ihm kamen wir über die Herausforderungen in Grünau bei der Brandbekämpfung ins Gespräch.

Weitere Gäste in diesem Jahr waren Dr. Evelin Müller von der AG „Parkschloss Grünau“, die uns über Fortschritte bei der Wiederbelebung des Robert-Koch-Parks informierte, Herr Noack vom Pandechaion-Herberge e.V., mit dem wir uns über die Unterbringung geflüchteter Menschen in Grünau austauschten und Prof. Dr. Sigrun Kabisch, welche uns erste Ergebnisse der diesjährigen Intervallstudie „Wohnen und Leben in Leipzig-Grünau“ präsentierte.



2025 ist das Jahr, in dem wir erstmals keinen eigenen Stand anlässlich des Feiertags 1. Mai in Grünau auf die Beine stellen konnten. Stattdessen engagierte man sich in der Innenstadt auf dem Marktplatz.

Am 5. Mai ist die öffentliche Versammlung des Stadtbezirksbeirats Leipzig-West brechend voll. Anlass ist die Vorstellung der Pläne, durch die LWB in der Grünauer Allee 84 und Plovdiver Straße 52 zwei neue Wohnhäuser errichten zu lassen, die die Stadt zur Nutzung als Gemeinschaftsunterkünfte anmieten wird. Angesichts zweier bereits bestehender großer Unterkünfte in Grünau und einem Neubau in der Diezmannstraße ist der Unmut im Publikum deutlich zu spüren.

Am 17. Mai wählte die SPD Leipzig auf dem ordentlichen Stadtparteitag einen neuen Stadtvorstand, in dem nun – trotz Statutenänderung und Verkleinerung – wieder ein Vertreter unseres Ortsvereins ein Stimmrecht hat.
Unser Antrag zur transparenten Preisgestaltung an Ladesäulen wurde angenommen. Bundesweit findet das Thema immer mehr Beachtung.
Unser Antrag, Wahlwerbung in der Stadt zu begrenzen, wurde an den Stadtvorstand bzw. die Fraktion verwiesen. Auch hier hat sich im Laufe des Jahres etwas getan: Die Stadt Leipzig ist im Gespräch mit den Stadtratsfraktionen. Finale Änderungen stehen jedoch noch aus.


Nach zwei Jahren regulärer Amtszeit haben unsere Mitglieder am 22. Mai einen neuen Ortsvereinsvorstand gewählt, der weitestgehend personelle Kontinuität verspricht, ergänzt um neue Köpfe.

Fotograf auf der Weihnachtsfeier: Savaş.
Am 2. Juni stellt unsere Stadtbezirksbeirätin, Ariane Zimmer, dem Stadtbezirksbeirat unsere Idee vor, den namenlosen Platz vor dem PEP-Center dem Stadtplaner und Architekten Horst Siegel zu widmen, der in den 1970er Jahren unseren Stadtteil maßgeblich entworfen hat.
Der Beirat unterstützt den Vorschlag und bringt den Antrag ohne Gegenstimmen und mit drei Enthaltungen auf den Weg. Die Verwaltungsmeinung fällt positiv aus, der Leipziger Stadtrat beschließt schließlich am 24. September ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen die Benennung des Platzes am PEP-Center in Horst-Siegel-Platz. Die Namensgebung ist zu den Feierlichkeiten des 50. Stadtteilgeburtstags im Juni 2026 geplant. Das Areal soll zudem im Rahmen des Stadtplatzprogramms 2030+ aufgewertet werden.

In den Sommerferien tourt unsere SPD-Stadtratsfraktion durch Leipzig und besucht mehrere Orte, um sich ein aktuelles Bild in den Stadtbezirken zu machen. In Grünau stehen gleich drei Standorte auf dem Programm: die Solarthermieanlage in Lausen, das soziokulturelle Zentrum „Haus Steinstraße“ im Robert-Koch-Park, sowie die erste Gemeinschaftsschule in Sachsen, die Leipziger Modellschule, die 2026 das bislang leerstehende Postgebäude in der Stuttgarter Allee mit neuem Leben füllen wird.



Nach 10 Jahren Engagement auf der Straße konnten wir im Herbst auf 75. Ausgaben unserer Bürgerdialoge zurückblicken. Seit Sommer 2015 stehen wir – wenn nicht gerade eine Pandemie dazwischenfunkt – fast monatlich an einer belebten Ecke von Grünau und somit den BürgerInnen und AnwohnerInnen als Ansprechpartner zur Verfügung.
Zum Jubiläum konnten wir unsere Stadtratspaten Pia Heine und Andreas Geisler auf dem künftigen Horst-Siegel-Platz begrüßen.



Zuvor unterstützte uns bereits Gerald Eisenblätter, Abgeordneter im Sächsischen Landtag.


Im Herbst kommt schließlich der erste Kinofilm über die Arbeit im SPD-Ortsverein in die Kinos. Nicht über unseren. Aber vieles, was man sieht, kommt einem ziemlich vertraut vor. 😌
Am 9. November, Tag des Gedenkens an die Novemberpogrome, kamen wir wieder am Stolperstein von Else Staffelstein in Lausen zusammen, um ihrer und all jener zu erinnern, die während der Naziherrschaft ermordet wurden.

Zum Jahresende – genauer zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember – wird schließlich die S-Bahn-Linie 10 eingestellt. Die erst drei Jahre zuvor auf den Weg gebrachte Verstärkerlinie, die einen Viertelstundentakt zwischen Hauptbahnhof und Miltitzer Allee ermöglichen sollte, kämpfte lange mit Problemen und wurde nun mangels Geld wieder eingestellt. Stattdessen sollen die Fahrgäste auf die Straßenbahnlinien ausweichen. Ob so mehr Fahrgäste für den Nahverkehr gewonnen werden können, bleibt fraglich.


Nun schauen wir nach vorn. Das neue Jahr wird zumindest aus politischer Sicht nicht langweilig werden, da auch fünf Landtagswahlen für die SPD ein steiniger Weg werden dürften. Darüber hinaus rückt in Leipzig die Wahl eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin für das Stadtoberhaupt, Burkhard Jung, in Sichtweite.
Und 2026 steht uns der 50. Geburtstag von Grünau ins Haus, für den am 1. Juni 1976 der Grundstein gelegt wurde.
